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DE000A0S8488 A0S848 -   € -   €
 
 
 

Hamburger Hafen und Logistik-Aktie: Schwindende Erwartungen an das zweite Halbjahr


25.07.2012
SRH AlsterResearch

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, bestätigt seine Kaufempfehlung für die Aktie von Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848).

Das Management des Hafenbetreibers HHLA habe sich aufgrund einer schwachen Dynamik bei den Containerverkehren zu einer negativen Korrektur des diesjährigen Ergebnisziels veranlasst gesehen. Demnach werde für das laufende Jahr nur ein EBIT für den Gesamtkonzern (einschließlich Immobilien) zwischen 170 Mio. EUR bis 190 Mio. EUR erreichbar sein, was für den börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik auf 157 Mio. EUR bis 178 Mio. EUR hinausliefe. Im Frühjahr hätten auf Seiten des Hafenbetreibers Erwartungen bestanden, nach denen das laufende Geschäftsjahr in eine weniger dynamische erste Hälfte und einen doch deutlich stärkeren Aufwärtstrend in Q3 und Q4 einzuteilen sei. Diese Hoffnung sei zwischenzeitlich geschwunden. Vielmehr setze sich die rückläufige Entwicklung der Asien-Nordeuropa-Verkehre fort. Trotz der nunmehr angebrochenen alljährlichen Hochsaison, wolle die Mengennachfrage zu den Verbindungen von und nach China auch im Monat Juli nicht anziehen.

Für alle Hafenbetreiber am Standort Hamburg zusammen seien die Containerumschlagmengen aus den China- und den Südostasienverkehren in Q1 2012 im Vorjahresvergleich erstmals seit Q1 2010 zurückgegangen (China: -5,7%, Singapur: -13,3%, Malaysia: -5,9%). Und so sehe auch die G6 Alliance, die für rund die Hälfte der Überseeverkehre Hamburgs stehe, bislang von der Umsetzung einer geplanten Liniendienst-Ausweitung ab. Derzeit werde Hamburg in fünf der sechs Asien-Nordeuropa-Ringdienste der G6-Reedereien Hapag-Lloyd, NYK (ISIN JP3753000003 / WKN 859849), OQCL, APL, Hyundai und Mitsui (ISIN JP3893600001 / WKN 853656) angelaufen. Wie die HHLA im Mai berichtet habe, verzeichne die Hafenlogistik auf EBIT-Ebene im 1. Quartal einen Rückgang um 23% zum Vorjahr, woraufhin bereits eine erste Rücknahme der Ambitionen kommuniziert worden sei (angepasste Mindestmarke des Hafenlogistik-EBIT auf die Größenordnung von 188 Mio. EUR‚ einschließlich Teilkonzern Immobilien 200 Mio. EUR).


Die Analysten seien bislang jedoch von einer Aufholentwicklung in der zweiten Jahreshälfte ausgegangen und hätten über alle Quartale eine zumindest geringe Ergebnissteigerung, bezogen auf einen Vergleichswert von 186 Mio. EUR aus 2011 (Anpassung des Ergebnisausweises von 195 Mio. EUR um Einmaleffekte) erwartet. Entsprechend positiver Newsflow zur Margenentwicklung in der 2. Jahreshälfte bleibe nach jetzigem Stand aus. Die EBIT-Prognose für 2012 würden sie von bisher 192 Mio. EUR auf nur noch 169 Mio. EUR senken. Bis zur Guidance-Anpassung im Mai, die auch auf Produktivitätsbeeinträchtigungen in Q1 mit Einmaligkeitscharakter beruht habe, seien die Analysten von einem operativen Ergebnis von 202 Mio. EUR ausgegangen.

Der Verkehrsinfrastruktur-Titel HHLA biete ein hohes Maß substanzgebundener Sicherheit. Die derzeit beschädigte Ergebnisdynamik werde von den Analysten in keiner Weise als auf mittel- oder langfristig anhaltenden Faktoren beruhend, interpretiert. Die Konsolidierung der Liniendienste in Form neuer Allianzen bringe - darauf weise der HHLA-Vorstand seit geraumer Zeit hin - kurzfristig zusätzliche Unruhe in den Wettbewerb der Hafenbetreiber hinein; Hamburg werde jedoch eher Nutznießer denn Verlierer dieser Neuordnung sein, weil der Standort als Anlaufpunkt gesetzt sei. Wenn die Fahrrinnenanpassung der Elbe erfolge, die Modifikation der Abläufe am Terminal Burchardkai abgeschlossen und die zyklische Delle in den Asien- Nordeuropa-Verkehren ausgewachsen seien, dann würden die Verlaufskurven mengen- und margenseitig schlagartig wieder anziehen.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen das Anlageurteil für die HHLA-Aktie mit "kaufen", senken jedoch aufgrund eines für 2012 nunmehr zu erwartenden Ergebnisrückgangs das Kursziel auf 30 EUR (zuvor: 35 EUR). (Analyse vom 25.07.2012) (25.07.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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